KEIN RAUM FÜR FASCHISTEN!

Seit 2. Februar 1999 existiert im Gartenhaus der ehemaligen Villa Garbáty in der Berliner Straße die Bundeszentrale und Landesgeschäftsstelle Berlin-Brandenburg der faschistischen Republikaner. 60 Jahre zuvor wurde der Besitz der Familie Garbáty im Rahmen der Enteignung jüdischen Vermögens durch die Nazis zwangsarisiert.

Bei den Wahlen zu den Bezirksverordnetenversammlungen in Berlin am 10. Oktober 1999 konnten die Republikaner in fünf BVV's einziehen, darunter auch mit einem Sitz in Pankow. Einer der Gründe dafür ist auch die Infrastruktur, die den Republikanern mit ihrer Bundeszentrale zur Verfügung steht. Von hier aus wird Berlin und das Umland mit faschistischer Propaganda überzogen.

Auffällig verändert hat sich auch das Straßenbild rund um den S-Bahnhof Pankow. Immer häufiger sind Nazi-Skins anzutreffen, welche offen ihre Ideologie auf T-Shirts, Aufnähern oder Ansteckern zur Schau tragen; Menschen, die nicht in ihr rassistisches Weltbild passen anpöbeln und bedrohen. Neben der NPD als legales Sammelbecken für militante Neonazis haben auch die Republikaner keine "Berührungsängste" mit Nazischlägern. Wen wundert's, setzen diese doch nur die "Ausländer raus"-Parolen der REP's auf der Straße um.
Der Berliner Norden liegt bei Naziübergriffen berlinweit vorn - Zeit zu handeln ist allemal.

Widerstand braucht Kontinuität!

Bereits seit dem Bekanntwerden der Absicht der Republikaner im Gartenhaus der ehamals jüdischen Villa ihre Bundesgeschäftsstelle zu errichten, gab es Proteste einer breiten Öffentlichkeit. Neben Mahnwachen, Lichterketten und Bürgerversammlungen gab es im Januar 1999 ein Antifaschistisches Aktionswochenende mit einer Demonstration, Konzert und thematischen Veranstaltung.

Im Juni 1999 wurde symbolisch die Berliner Straße nach Josef Garbáty umbenannt, es gab Führungen zu Stätten ehemals jüdischen Lebens in Pankow, eine Bürgerversammlung und natürlich eine Antifaschistische Demonstration bis vor die REP-Zentrale, alles im Rahmen einer Antifaschistischen Aktionswoche. Im September 1999 wurde von der BVV Pankow die bereits oben genannte Straßenumbenennung beschlossen. Eine Bestätigung des Berliner Senates steht allerdings noch aus.
Nach dem Einzug der Republikaner in mehrere Bezirksparlamente am 10. Oktober 1999 gab es vor der Garbáty-Villa eine Spontankundgebung, an der sich ca. 60 AntifaschistInnen beteiligten.

Die REP's sind immer noch da und das bedeutet natürlich, das wir weiter machen. Denn ob Antifa, Sozis oder Christen - alle fordern "Kein Raum für Faschisten"!

Wir rufen deshalb zu einer Antifaschistischen Aktionswoche vom 24.-30. Januar 2000 in Berlin auf. Null Toleranz für Alt- und Neonazis heißt für uns, eine breite Öffentlichkeit zu schaffen, die faschistischen Strukturen unmöglich macht, ihre rassistische, menschenverachtende Ideologie zu verbreiten.


Antifa lebt vom Mitmachen!

Für die Antifaschistische Aktionswoche (geplant sind bisher eine Demo, ein Antifa-Soli-Konzert, Antifa-Spaziergänge durch den Kiez, Informations- und thematische Veranstaltungen) brauchen wir immer Leute die sich engagieren.
Wenn Ihr Interesse habt, eigene Ideen oder sonst nichts vor, wenn Ihr was gegen Nazis habt oder schon immer was dagegen tun wolltet, wenn Ihr einfach allein zu wenig seid, wenn Ihr eine Veranstaltung an Eurer Schule oder in Eurem Jugendclub plant, wie auch immer: Kontakt zu uns kriegt Ihr über die unten angegebene Adresse.


REP? - No way!

Ihr müsst nicht bis Januar auf Aktionen gegen die Republikaner warten.

Am Donnerstag, den 18. November 1999 findet die erste Bezirksverordnetenversammlung in Pankow nach den Wahlen statt. Wir treffen uns um 16:00 Uhr vor dem S-Bhf Pankow zu einer Demonstration bis vor das Rathaus, um gegen den Einzug der REP's in die BVV zu protestieren.

Am Samstag, den 20. November 1999 findet eine Informationsveranstaltung zum Antifaschistischen Aktionswochenende vom 24.-31. Januar 1999 und zu Nazistrukturen im Berliner Norden statt. Beginn ist um 16:00 Uhr, Veranstaltungsort ist im Mehringhof, Gneisenaustraße 2a in X-Berg [U-Bahnhof Mehringdamm].

 

Antifaschistisches Aktionsbündnis III
im Oktober 1999


Kontakt und Information
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