Pressemitteilung Heidi Tischmann
  Landesvorsitzende
27. Oktober 20000
Odeonstr. 4
30159 Hannover
tel 05034-1491
Heidi.Tischmann@t-online.de


Zur veröffentlichten Liste der Großunternehmen, die dem ZwangsarbeiterInnen-Fonds (noch) nicht beigetreten sind, nimmt die Landesvorsitzende Heidi Tischmann, wie folgt Stellung :

Zahlungsunwilligen Großunternehmen mit Streichung öffentlicher Aufträge drohen

Die "Drückebergerei" der zahlungsunwilligen deutschen Großunternehmen ist eine beschämende Flucht vor der historischen Verantwortung, die wir nicht hinnehmen dürfen. Das Verbrechen der Zwangsarbeit ist von der deutschen Wirtschaft im Faschismus insgesamt getragen und gestützt worden: "Unternehmen, die zu dieser Gesamtverwantwortung bis zum heutigen Tag nicht stehen, sollten durch Markteinbrüche politische Nachhilfe erhalten", so Tischmann.

Niemand muß bei MacDonald essen, Illustrierten des Bauer-Verlags lesen, bei Hagebau und expert kaufen oder Tchibo Kaffee trinken. Die VerbraucherInnen Niedersachsens sollten diesen und den anderen schwarzen Schafen der Wirtschaft vorerst die kalte Schulter zeigen. Der Boykott wird immer dann hinfällig, wenn eine der milliardenschweren Firmen dem Entschädigungsfonds beitritt.

Die niedersächsische Landesregierung, Kommunen, Landkreise und andere öffentliche Auftraggeber können reagieren, indem keine öffentlichen Aufträge mehr an Firmen vergeben werden, die dem Fonds bisher nicht beigetreten sind. Insbesondere die vielen schwarzen Schafe aus der Computer-Branche, dem Deutschen Paket- Dienst oder Tetra Pak sind auf den Markt der öffentlichen Dienstleistungen angewiesen. Vertragliche Beziehungen zu solchen Firmen sollten gelockert werden.

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